Krankenhäuser und Social Media

Unglaublich umfangreiche Liste mit

  • 351 Hospitals total
  • 174 YouTube Channels
  • 174 Facebook pages
  • 253 Twitter Accounts
  • 31 Blogs

Nur falls die Pharmakunden fragen, ob Ihre Kunden sich überhaupt mit Social Media auskennen.

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Unerwünschte Nebenwirkungen

Und schon wieder ein Artikel bei Dose of Digital, den ich hier verlinken will: “The myth of adverse event reporting”. Die Fakten aus dem Text, die sich allerdings alle auf die USA bzw. Regeln der FDA beziehen:

  • Laut einer Nielsen-Untersuchung enthalten nur 0.02% aller Posts in Gesundheitsforen meldepflichtige Nebenwirkungen.
  • Der Grund hierfür ist, dass eine meldepflichtige Nebenwirkung bestimmte Kriterien erfüllen muss, die nur selten alle erfüllt sind.
  • Ist ein Produkt schon mehrere Jahre auf dem Markt, gelten ziemlich lange Meldefristen für weniger schlimme Nebenwirkungen (quartalsweise) und auch für schlimme Nebenwirkungen hat man 15 Tage Zeit.

Hat jemand die gleichen Daten für Europa bzw. Deutschland?

Meiner Einschätzung nach haben diese Zahlen allerdings wenig Auswirkungen auf die Durchführung von Onlineprojekten. Selbst wenn es nur 0,02% aller Posts beträfe, so bleibt es doch dabei, dass JEDER Post gelesen und bewertet muss.

Das heißt am Betreuungsaufwand (und damit an den Kosten) für die Agentur oder das Pharmaunternehmen ändert sich nichts. Auch die Reaktionszeiten, die gewährleistet werden müssen, ändern sich nicht, da es sich ja theoretisch immer um eine schlimme Nebenwirkung handeln kann.

Dazu kommt, dass manche unserer Kunden strengere Regeln für die Klassifizierung von Nebenwirkungen haben, als die FDA. So müssen wir der Safety-Abteilung eines Pharmaunternehmens auch Meldungen über bereits bekannte Nebenwirkungen unverzüglich mitteilen, sobald diese im Forum einer Patientenwebsite auftauchen.

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Communities vs. Channels

Interessante Begriffsunterscheidung bei Dose of Digital: Communities vs. Channels. Während in Communities alle Diskussionsteilnehmer gleiche Rechte haben (jeder kann mitreden), gibt es in Channels nur eine kleine Gruppe (z.B. Experten), die Content veröffentlichen und alle anderen dürfen nur kommentieren.

Das ist ein großer Unterschied, den ich in der Vergangenheit nicht gemacht habe. Wir haben einige Projekte umgesetzt, die eigentlich in die Channel-Kategorie fallen, aber trotzdem “Community” drauf geschrieben.

Dabei ist die Unterscheidung wichtig, da es gerade für Pharmaunternehmen viel leicht sein dürfte “Channels” umzusetzen, da hier die Kontrolle der eingestellten Inhalte leichter fällt (natürlich braucht man immer noch jemanden, der das Housekeeping übernimmt und z.B. Kommentare überwacht).

Außerdem ist der Nutzen eines Channels, in dem Experten zu einer bestimmten Krankheit Tipps und Ratschläge geben, sicher ungleich höher als eine Community zum gleichen Thema, in der die Expertise eines Community-Mitglieds nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist. (Klar, es gibt auch in Communities Mechanismen, um Mitglieder als “Experten” zu markieren, aber ist das dann nicht auch wieder ein “Channel”?).

Also: Ich werde versuchen, das Wort in meinen Sprachgebrauch aufzunehmen oder zumindest die konzeptionelle Abgrenzung verinnerlichen. Der Communitybegriff ist so weit verbreitet, dass es schwierig sein wird, den zu vermeiden…

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Teddykrankenhaus – Kindern die Angst vorm Krankenhaus nehmen

Die AOK-Rheinland bringt Kindern im Alter von 3-6 Jahren in einer “Teddyklinik” bei, wie Krankheiten behandelt werden. Die Kinder bringen ihre Stofftiere mit und dürfen sich Krankheiten oder Verletzungen ausdenken, die dann von den “Ärzten” behandelt werden. (Einer der Teddybären wurde beispielsweise vom Traktor überfahren.)

Ziel ist, dass die Kinder einen Behandlungsablauf im Krankenhaus erleben ohne selbst betroffen zu sein. Dadurch sollen Ängste gegenüber dem Krankenhaus und Ärzten abgebaut werden.

Ich finde diese Idee toll, da wir mit unserem kleinen Sohn auch schon im Krankenhaus waren und diese ganzen Prozeduren, Apparaturen und Menschen in komischen Kleidern wirklich große Angst ausgelöst haben. Nachts in einem dunklen Flur vor einer Labortür mit “Biohazard”-Schildern zu stehen und dabei ein krankes Kind im Arm zu haben, ist auch für die Eltern nicht erbaulich. Da kann so ein Teddykrankenhaus bestimmt einen kleinen Beitrag leisten, um zu zeigen, dass das alles gar nicht so schlimm ist.

Siehe Bericht im Deutschlandfunk

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SPIEGEL Online über Medizininformationen im Internet

Gute und ausgewogene Zusammenfassung zum Status Quo

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Was macht die Pharmaindustrie im Web 2.0?

Sehr umfassendes Verzeichnis für alle möglichen Social Media Aktivitäten bei Dose of Digital. Betrifft nur Pharmaunternehmen. Unbedingt anschauen!

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Idee: Wii Fit für HC-Marketing

Habe gerade eine interessante Idee bei Dose of Digital gefunden, nämlich die Spieleplattform Wii Fit als Marketinginstrument zu nutzen.

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HC-Unternehmen könnten Spiele herstellen, die den Benutzern gleichermaßen Spaß machen UND ihre Gesundheit fördern. Die Spiele könnten zudem die Compliance der Benutzer verbessern, indem z. B. gute Ernährung oder regelmäßige Medikamenteneinnahme trainiert werden.

Generell finde ich die Idee gut, dass HC-Unternehmen den Verbrauchern mehr Tipps geben sollten, so dass sie gar nicht erst Medikamente benötigen bzw. schneller absetzen können. Das brächte sicherlich viele Imagepunkte in der Öffentlichkeit.

Ein Beispiel dafür ist die Kampagne von Tylenol, die den Verbrauchen zeigt, was man tun muss, um Kopfschmerzen (gegen die Tylenol hilft) zu vermeiden:

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Twitter aus der OP

Die Twitter-Manie ergreift langsam auch die Medizin. In einer Stunde beginnt die Live-Berichterstattung via Twitter aus einem Operationssaal des Children’s Medical Center in Dallas, wo einem 3-jährigen eine Niere transplantiert wird.

image Wer die Familie des Kindes kennen lernen möchte, kann im Blog des Krankenhauses nachschauen. Das Krankenhaus will so auf die Situation vieler Transplantationspatienten aufmerksam machen.

The family has been so gracious with their story. They’re eager to share their experience if it helps raise awareness for organ donation. They’ve even agreed to allow us to Twitter from the operating rooms.

Representatives from the public relations departments at UT Southwestern Medical Center and Children’s will feed you real-time updates on Chris’s and John’s surgeries on the Children’s Twitter page, starting at 6 a.m. Monday. And we’ll capture every moment of the day, from pre-surgery to recovery, because we know you’re eager to hear the happy ending of this family’s story just like we are.

Danke an Ralf.

Update 17:23 Uhr: Die OP läuft.

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Pharmawebsites in der Kritik

Am vergangenen Montag sendete “Report Mainz” einen Beitrag über die “verantwortungslosen Kampagnen der Pharmaindustrie” für FSME-Impfungen. Diese würden die Angst vor FSME ungerechtfertigter weise schüren, um dem Umsatz mit FSME-Impfungen zu stimulieren.

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Angesichts von nur 300 FSME-Fällen pro Jahr in Deutschland seien die Kampagnen maßlos übertrieben und verschleierten die tatsächliche Gefahr die durch Zecken ausginge, nämlich der Borreliose-Erkrankung. Um dem Thema Nachdruck zu verleihen, wurde ein Kind gezeigt, das durch eine FSME-Impfung schwere Schädigungen erlitten hat, obwohl es in einem Gebiet lebt, wo es gar keine FSME gibt.

Gezeigt wurden die Websites zecken.info (Novartis Behring) und zecken.de (Baxter). Der Vorwurf lautete, dass beide Web-Angebote die Angst vor FSME schürten und die möglichen Nebenwirkungen der Impfungen verschwiegen. Beide Unternehmen nahmen nur schriftlich Stellung. Interessant bei zecken.de: Die Website wirbt mit der Note 1,7 von Stiftung Warentest (für medizinische Informationen im Internet). Allerdings stammt diese Wertung aus dem Jahr 2001.

Meiner Meinung nach kam in dem Bericht die Rolle des Arztes viel zu kurz. Hätte nicht der Arzt die Eltern auf die möglichen Risiken und Nebenwirkungen und vor allem auf die geringe Sinnhaftigkeit der FSME-Impfung (im Falle des Kindes) hinweisen müssen?

Videobeitrag von Report Mainz

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Krankenhaus-Horror

Drastischer Artikel einer SPIEGEL-Redakteurin über ihre Erlebnisse in einer Uni-Klinik.

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